IMG_1195.HEIC

LEITBILD

Frühere Trauer- und Sterbemodelle gingen davon aus, dass die Trauer in Phasen verläuft und irgendwann muss gut sein: Die Trauer soll ein Ende finden, den Verstorbenen muss man loslassen.

Ich beziehe mich auf neuere Modelle!

James William Worden etablierte als einer der Ersten einen anderen Ansatz: Er spricht nicht mehr von Phasen, sondern von Trauer-AUFGABEN. Dadurch wird der Trauernde vom Opfer, das nur ertragen und aushalten kann, zum aktiven Gestalter. Auch weiss man heute, dass der Trauerweg nicht linear verläuft, sondern viel eher wie ein Labyrinth. Oder wie Chris Paul es formuliert: Wie ein Kaleidoskop der Trauer, bei dem mehrere Aufgaben gleichzeitig aktuell sein können, in ganz verschiedener Ausprägung. Jorgos Canacakis, der Lehrer meiner eigenen Lehrerinnen betont in seinem Lebens- und Trauerumwandlungsmodell die Wichtigkeit der Kreativität, um der Trauer Ausdruck zu verleihen. 

Meiner Arbeit liegt eine fundierte Ausbildung zur Trauerbegleiterin zu Grunde, bei der ich all diese verschiedenen Trauertheorien und Modelle kennenlernen durfte. In meiner Arbeit stütze ich mich vor allem auf die Ansätze von James William Worden, Chris Paul, Roland Kachler, Mechthild Schroether-Rupieper und Jorgos Canacakis. Bei meiner Diplomarbeit wurde mir bewusst, dass es nicht um «entweder / oder» geht, sondern  um «sowohl / als auch». Die verschiedenen Modelle ergänzen sich wunderbar - und vor allem gibt immer auch der Trauernde selbst den Rahmen vor.

FÜR  KONFESSIONSFREIE & ALLE GLAUBENSRICHTUNGEN

Glaube oder Spiritualität können Trauernden Halt geben - sie können aber auch in Frage gestellt oder negiert werden. Für mich zählt einzig, was DIR wichtig ist und was für DICH richtig ist.